Phagen als Therapieoption, wenn Antibiotika versagen
Antibiotikaresistenzen stellen die Medizin vor zunehmende Herausforderungen – auch bei Menschen mit Cystischer Fibrose (CF). Wenn Behandlungen nicht mehr ausreichend wirken, sind neue Ansätze gefragt.
Veröffentlicht am 22. April 2026
Ein aktueller Artikel der Zeitung Der Bund beleuchtet diese Situation anhand von Reto Weibel, der mit CF lebt und lungentransplantiert ist. Aufgrund einer chronischen Infektion seiner transplantierten Lunge sprechen Antibiotika bei ihm nur noch eingeschränkt an.
Zwar stehen theoretisch noch Reserveantibiotika zur Verfügung, doch diese werden bewusst zurückhaltend eingesetzt. Gleichzeitig bleibt ihm eine mögliche Behandlung mit Phagen derzeit verwehrt: In der Schweiz ist die Phagentherapie nur in Ausnahmefällen oder im Rahmen von Studien zugänglich. Diese Ausgangslage zeigt, wie komplex die Abwägung zwischen bestehenden und neuen Therapieoptionen sein kann.
Phagen sind Viren, die gezielt Bakterien angreifen und in bestimmten Fällen eine ergänzende Behandlungsoption darstellen können. Der Artikel macht deutlich, dass solche Ansätze insbesondere dann an Bedeutung gewinnen, wenn etablierte Therapien an ihre Grenzen stossen.
Der Artikel zeigt exemplarisch, vor welchen Herausforderungen Patientinnen und Patienten mit antibiotikaresistenten Infektionen stehen – und wie gross der Bedarf an zusätzlichen Therapieoptionen ist.
Der Artikel ordnet die Thematik in einen grösseren Zusammenhang ein und zeigt auf, wie komplex der Umgang mit antibiotikaresistenten Infektionen im klinischen Alltag sein kann.
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Ein Video-Interview mit Reto Weibel gibt persönliche Einblicke in den Umgang mit einer chronischen Infektion und den Auswirkungen auf den Alltag.
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